good old time


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3. Guggen- und Schalmeientreffen in Eibenstock/Deutschland – ein Lokalaugenschein
Bahnbrechende Entdeckung am letzten Wochenende in Eibenstock/Deutschland – sämtliche Theorien über die Walgauer Bodasurri müssen aufgrund der Ereignisse vom letzten Wochenende über Board geworfen werden. Die einhellige Meinung, dass Bodasurris sich zumeist einheitlich in Rudeln und in abgestimmter Kriegsbemalung in der winterlichen Faschingszeit aus ihren Nestern trauen und sich die natürlichen Lebensräume auf Schirm-Bars, Après Ski Spelunken & großen Festhallen beschränken, ist zum Großteil widerlegt.
Es ereigneten sich Dinge, die man schlicht nicht für möglich hielt. Im sächsischen Eibenstock (im hohen Germanien) wurden die Surris untertags bei hochsommerlichen Temperaturen in voller Montur gesichtet und auch die Lebensräume wurden auf Turnhallen, Sommerrodelbahnen und Tropical Juice Bars ausgeweitet. Lediglich das Herumlungern an Bierwägen und Liftanlagen konnte dem typischen Tagesablauf zugeordnet werden. Experten können sich das merkwürdige Verhalten dieser außergewöhnlichen Geschöpfe bis dato nicht erklären – wohl ein weiteres tragisches Ergebnis des Klimawandels.
Nun aber genug der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die euer Chrisi Kolumna von seinem Wochenend-Abenteuer mitbringen konnte. Es folgt nun ein ernüchternder und wohl auch teils schockierender Tatsachenbericht, der wohl kein Auge trocken lässt – der Autor dieses Reports sowie die WBs distanzieren sich wie immer ganz entschieden von den Ereignissen (die noch dazu im Ausland passiert sind) – dennoch wünschen wir euch viel Spaß beim Schmökern!
Söchsenlönd – mach dich bereit…the Bodasurri are about to rock the City
Freitag – 9. Juli 2010; 13:00 Uhr: Treffpunkt bei der Gemeinde Thüringen. 22 unerschrockene Bodasurris machen sich auf den Weg, um das sächsische Erzgebirge wortwörtlich zum Beben zu bringen.
Voller Tatendrang, motiviert bis in die Haarspitzen (und eingedeckt mit jeder Menge liquider Intelligenz ließen wir uns im Loacker-Bus mit Pilot Marco in Richtung Ost-Deutschland chauffieren.
Dabei erwies sich die Idee des heiligen Mau mit der Eis-Kühltruhe als echter Geistesblitz. Was hätten wir nur ohne „Holy-Grail-of-IceBox-Entertainment“ gemacht? Nebst den üblichen Verdächtigen in der Truhe ließ es sich der Heilige auch nicht nehmen, auch Limetten mit auf die Reise zu nehmen, um pipi-feine Cuba Libres zu fabrizieren à Freiheit für Kuba!!
Irgendwo im nirgendwo Mitteldeutschlands wurde unterwegs ein abgelegenes Parkplätzle aufgesucht, um eine zünftige Leberkäs-Jause abzuhalten. Dies war zu diesem Zeitpunkt äußerst wichtig, damit der eine oder andere auch die abendlichen Programmpunkte noch erleben konnte.
Gegen 21 Uhr erreichten wir schließlich unser Ziel und schlugen unser Lager im schönen Eibenstock auf – unser Endziel war die Luxusabsteige mitten im Dorf, der Auerbacher Saal… der wohl schmuckste Turnsaal in ganz Sachsen. Ausgestattet mit First Class Turnmatten und Premium Sonnenliegen erwies sich das altehrwürdige Bauwerk als echter Gewinn – nun denn, wir waren schließlich auch nicht zum Schlafen her gekommen.
Die böse Vorahnung eures Chrisi Kolumna, dass so manche Sonnenliege das Wochenende wohl nicht überleben würde, erwies sich schon in den ersten Minuten nach der Ankunft als nur zu wahr. Unser Rapper, seines Zeichens Prüfmeister der Stiftung Warentest, unterzog sogleich die ersten Sonnenliegen einem Qualitätstest … auf das Ergebnis brauche ich hier wohl nicht näher einzugehen, oder!? Bevor wir uns schließlich auf den Weg machten, mussten wir natürlich noch unsere Österreich-Fahne in der Halle platzieren – und was wäre ein besserer Platz als das Brett des Basketballkorbes, festgemacht von unserem Basketball-Pro Tschüggi!
Nach diesem kurzen Intermezzo ging es ab aufs Festgelände, um sich für den nächsten Tag zu akklimatisieren. Dort angekommen staunten wir nicht schlecht, als die fleißigen Organisatoren und Helferlein Eibenstocks gemütlich beisammen saßen und sich auf der Großleinwand den Kinoklassiker „Keinohrhasen“ reinzogen. Böse Stimmen zufolge kam der Streifen erst 3 Wochen zuvor in die hiesigen Kinos à im nächsten Jahr würden dann die Zweiohrküken gezeigt werden.
Naja, egal – wir sind zwar keinesfalls Verächter der deutschen Filmkunst, aber noch weniger der deutschen Braukunst und somit kehrten wir der Leinwand den Rücken und widmeten den Herrn und Damen hinter der Biertheke unsere volle Aufmerksamkeit.
Nicht zu überhören war die bereits seit den Nachmittagsstunden anwesende Abordnung der Burgtätscher aus Rebstein. Zu Beginn waren wir etwas verwirrt, als sie mit „Viva Espana“ Gesängen aufwarteten, dann fiel der Groschen aber ziemlich schnell und uns fiel das Halbfinalspiel der „La Furja Roja“ gegen die deutschen Recken vom letzten Mittwoch ein. Daraufhin ließen wir uns natürlich nicht lumpen und supporteten die Eidgenossen so gut wir konnten.
Unser Rappy erwies sich an diesem Abend als echter Kultur-Attaché, den er zeigte nicht nur uns seine Textsicherheit bei diversen Schweizer Volksliedern – auch die Schweizer staunten nicht schlecht, als er seine „Greatest Hits“ wie Ewige Liäbi, Gottfried Stutz etc. zum Besten gab.
So vertrieben wir uns den Abend mit unseren neuen Freunden, dem einen oder andern Biarle, einem wodka-ähnlichen Drink mit dem klingenden Namen Becherovka und ein paar fragwürdigen Fleischläpple inkl. Toast (welcher aber ungetoastet blieb).
Schon gegen 1 wollten uns unsere germanischen Freunde schließlich wieder vom Bühel (übrigens laut den Eibenstockern ein schneesicheres Skigebiet) runterjagen. Wir sträubten uns noch etwas gegen die verhängte Sperrstunde, jedoch wollten wir den Veranstalter auch nicht gleich am ersten Abend zur Weißglut treiben. So machten wir uns denn auf dem Weg und suchten nach einer Spelunke oder speckigen Beiz, die noch offen hatte.
Doch sowohl das „Feldschlössle“ als auch die „Rakede“ hatten bereits dicht gemacht.
So mussten wir doch tatsächlich auch die Segel streichen und uns auf den Heimweg machen. Ins Bett kamen wir dennoch fast im Morgengrauen, weil wir uns einem Tross von ca. 20 Einheimischen anschlossen, die mit bengalischen Fackeln eine Nachtwanderung durch die Straßen von Eibenstock veranstalteten. Ein herzlicher Gruß sei an diesem Punkt an den unerschrockenen Anführer Benny gerichtet, der uns in einer schweren Glaubenskrise aus der Patsche half…
Eine kleine Anekdote gibt es noch von unseren beiden Helden Mau & Nasi zu berichten, die sich gleich zu Beginn der nächtlichen Aktivitäten auf ihre ganz persönliche Erkundungstour machten und aufgrund einer etwas dubiosen Bekanntschaft wohl beinahe in einer bestimmten sächsischen Filmproduktion zu sehen gewesen wären. Aus Datenschutzgründen wird die Redaktion aber nicht näher auf diese Gerüchte und Halbwahrheiten eingehen.
Samstag – Let’s get ready to Rumble!
Samstag Morgens wurden wir etwas unsanft aus dem Schlaf gerissen, als um 7 Uhr (quasi mitten in der Nacht) die zweite Schweizer Fraktion in die Halle eingelassen wurde.
Die ursprünglich grenzgeniale Idee von Martina, Pipi-Andy, Bic und eurem Kolumna Chrisi im nächstgelegenen Gang zu schlafen war somit Geschichte, denn die im Gang montierte automatische Lichtanlage war fortan durchgehend im Betrieb – vom Lärm mal ganz zu schweigen!
Zu allem Überdruss funktionierten schließlich die Duschen plötzlich nicht mehr. Nasi und Janusch bekamen dies eiskalt zu spüren, als nach dem Einseifen kein Wasser mehr kam. Eine Solarium-Münze von Nasi konnte schließlich Schlimmeres verhindern und so konnten sich die beiden Seifensteins zumindest noch Abbrausen.
Nachdem wir nun schon so früh aus dem Schönheits-Schlaf gerissen wurden und die morgendliche Körperpflege abgeschlossen war, ging es zurück in Richtung Schigebiet zum Frühstück. Unsere Edelgard und ihr Team zauberten uns dort ein traumhaftes Frühstück.
Nach diesem ausgiebigen Mahl trafen wir auf den fleißigen Stefan, der soeben die Bier-Bar eröffnete (und das wohlgemerkt gegen 9:15). Dies spielte uns natürlich immens in die Karten und wir beschlossen, unseren Stoffwechsel wieder auf Vordermann zu bringen und einen zünftigen Frühschoppen einzulegen. So gegen 11 Uhr war schließlich auch das zweite Frühstück beendet und wir begaben uns zurück in die Halle, um uns für den großen Auftritt am Nachmittag vorzubereiten – auf dem Plan standen ein Umzug, ein nachmittäglicher Auftritt im Festzelt sowie ein Monsterkonzert am Abend.
Treffpunkt für den Umzug war 13:30 Uhr beim Dorfplatz – wir hatten die Ehre, den Anfang zu machen und die insgesamt 8 Guggen und Schalmeien anzuführen. Nun war es ursprünglich der Plan, die Wanderung durch Eibenstock im leichten Sommerrock zu gestalten, jedoch wollten wir uns keinesfalls irgendeine Blöße geben und präsentierten stolz unsere Gugga-Dressen – bei 33 Grad wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, nicht unbedingt optimal – wir hörten schon vor dem Weggehen unsere Schweißdrüsen unter der Jacke stöhnen.
Aber da ein Bodasurri weit davon entfernt ist, ein Weichei zu sein, meisterten wir diese Übung mit links. Unser Chauffeur Patrick wurde kurzerhand noch zum Fähnrich befördert und führte uns voller Stolz mit der Rot-Weiß-Roten Flagge durch die Straßen von Eibenstock. Zu unserer Verwunderung erwachte das idyllische Städtchen plötzlich zum Leben und die Straßen waren gespickt mit Freunden der Volksmusik. Als Belohnung fassten wir unterwegs auch noch einen Pfefferminz-Schnaps aus – wohl ein echter Brüller bei jedem Dentisten-Konvent und auch als Mundwasser nicht zu verachten. Gegen 15 Uhr fand der Umzug dann schließlich für uns sein Ende und wir erklommen abermals den Berg in Richtung Festzelt.
Dort angekommen legten wir uns erst mal auf die faule Haut, um für unseren nächsten Auftritt gerüstet zu sein. Schön bei der Ankunft erwartete uns ein volles Haus und beste Festzelt-Stimmung. Auch beim Festgelände wurde uns die Ehre zu teil, den Reigen zu eröffnen. Kurz vor 16 Uhr war es dann schließlich soweit – wir marschierten mit dem guten alten Guggamarsch ein und ließen ein erstes Mal das Festzelt so richtig beben. Die anwesenden Gäste ließen sich keinesfalls lumpen und honorierten dies mit frenetischem Applaus. Bei dieser super Stimmung waren auch die gefühlten 62 Grad unter der Gugga-Jacke vergessen.
Nach einer Zugabe verabschiedeten wir uns schließlich von den Brettern, die die Welt bedeuten, und verfolgten anschließend die Auftritte der anderen Gruppen und geizten selbstverständlich nicht mit Anfeuerungen!
Nach einiger Zeit passierte aber das, was passieren musste. Der Cuba-Libre-Stand wurde entdeckt und von da an waren die Schleusen geöffnet. Unser Rapper fungierte hierbei als echter Pionier und führte die Preisverhandlungen. So vereinbarte er mit dem Bar-Team (an dieser Stelle einen herzlichen Gruß an Sören & seine Ladies) einen nicht zu unterbietenden Nice Price und somit war das Schicksal der Freunde Kubas besiegelt. Von nun an wurde die LongDrinkBar von den Surris eiskalt belagert und bestellt wurde nur noch in 5er- oder 10er-Schritten.
So manchem wäre dieses Arrangement fast zum Verhängnis geworden, aber schließlich schaffte es doch jeder noch, sich für das abendliche Monsterkonzert aufzuraffen. Zur selben Zeit fand das Spiel der deutschen Nationalmannschaft um Platz 3 gegen die Uruguayesen statt. Unsere lautstarken Anfeuerungsrufe „Uruguay, u r gay“ halfen aber nichts und so setzten sich die Wasserbüffel schließlich mit 3:2 gegen die uruguayischen Rinder durch. Die Vorhersage von Rappy „Platz 4 für Hartz 4“ trat also schlussendlich doch nicht ein. ;-)
Als finaler Höhepunkt des Abends wurde neben einer beeindruckenden Laser-Show ein Feuerwerk abgefackelt, welches musikalisch von der Eibenstocker Schalmeien-Truppe und den Burgtätschern umrahmt wurde.
Nachdem der offizielle Teil nunmehr sein Ende gefunden hatte, war es an uns, unser eigenes Projekt zu Ende zu bringen à also, wieder zurück zur Cuba Libre Tränke. Man tat sich mit einer kleinen Fraktion der Nuklearen-Spränger-Thal zusammen und schloss den Abend mit schallenden Gesängen und dem letzten Rest an Cuba ab, was unser Sören und sein Team noch zu bieten hatten. An dieser Stelle sei ein Gruß an unsere nuklearen Spränger Mädls (Lea/Martha, Katrin, Fabi & Co.) gerichtet, die doch recht gutes Stehvermögen beweisen konnten.
Irgendwann des Nachtens ging auch dem harten Kern der Runde der Saft aus und wir setzten unsere Fuß-Porsches in Bewegung zurück in Richtung Turnhalle. Dort angekommen gab es noch ein feines Engelburg-Betthupferl und dann war (vorerst) Schlafenszeit angesagt. Wie er unter Tags schon mit sich selbst vereinbart hatte, schnappte sich euer Chrisi Kolumna eine Sonnenliege und verabschiedete sich in den Innenhof, um unter dem romantischen Sternenhimmel zu nächtigen – nur so konnte man der doch extremen Geruchs,- Lärm- und Licht-Belästigung entkommen.
Wie sich herausstellen sollte, war euer Chrisi Kolumna nicht der erste, der diese geniale Idee in die Tat umsetzte, denn es lagen zu dem Zeitpunkt mit beiden Nasis, Filzi und Bomml bereits einige Bodasurris verteilt im Innenhof und genossen die verträumte Stimmung.
Kurz darauf gesellten sich auch noch unser Janusch & die nukleare Leandra (a.k.a. Nukleandra) zur Schlaf-Gemeinschaft – statt einer Sonnenliege hatten sie aber zwei Matten dabei. Auch keine schlechte Idee – da kann man wenigstens nirgends runterfallen. Nach kurzer Zeit und dem einen oder anderen Schmäle war aber schließlich Ruhe im Kar….NEIN!!! just in jenem Moment kam unser Tschüggi um die Ecke und schmiss sich im größten Recht auf die Matte… naja, schön umschrieben hat er sich von Lea auf die Matte einladen lassen.
Die liebe Nukleandra dachte sich wohl, dass sich euer Chrisi Kolumna auf seiner Sonnenliege etwas einsam fühlte und lud ihn spontan ebenfalls auf die Turnmatte ein. Dieses durch und durch freundschaftliche und platonische Arrangement wurde von einigen der Surris wohl etwas missverstanden und so ward plötzlich das Fummel-Trio geboren. Von diesem Ausdruck will sich euer Chrisi Kolumna im Namen seiner Kollegen Tschüggi und Janusch ganz klar distanzieren – noch mehr allerdings davon, unserem Peter Janusch Natascha MF Scout Jenni den unrühmlichen Beinamen DF (vollständige Bezeichnung der Redaktion bekannt) zu verpassen.
Sonntag – Thüringen einfach, bitte!
Am nächsten Morgen hieß es für uns, ein letztes Mal, den Gipfel des Glücks zu erklimmen und uns nochmals das Frühstück der Champions reinzuziehen. Um 10 Uhr war schließlich der Moment gekommen, wo wir uns aus dem schönen Eibenstock wieder verabschieden mussten. Die Rückfahrt erwies sich wie erwartet als äußerst ruhig – lediglich der Kaufhaus-Cop, Kung-Fu Panda und die Wild Hogs wurden gelegentlich auf der Leinwand etwas lauter. Gegen 18:30 erreichten wir schließlich wieder das gute alte Thüringen und konnten die endgültige Heimreise antreten.
Ganz zum Schluss möchte sich euer Chrisi Kolumna im Namen der Bodasurri ganz herzlich bei einigen Personen bedanken: dem Organisations-Team rund um unsere Betreuerin Anja, dem Bewirtungs-Team um Edelgard und Stefan, dem Cuba Libre Team um Sören, unserem Bus-Chauffeur und Fähnrich Patrick und natürlich bei unseren Gugga- und Schalmeien-Kollegen. Wir hoffen, wir dürfen nächstes Jahr wieder dabei sein – der 9. Juli ist jedenfalls in unserem Kalender schon notiert!! ;-)
Ein ganz spezieller Gruß geht noch an unsere neuen Freunde aus der Schweiz, die Nuklearen Spränger und die Burgtätscher Panzerbären, die dieses Wochenende zu einem echten Spektakel ausarten ließen – merci, Hopp Schwiiz und vor allem VIVA ESPANA!! ;-)
So long,
Euer Chrisi Kolumna
15.7.2010
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Vorwort
Die Faschingssaison 2009/10 ist Geschichte – Dienstag Nacht um Punkt 12 wurde der Fasching nach einer sehr ereignisreichen 5. Jahreszeit zu Grabe getragen. Insbesondere das Faschingswochenende war von zahllosen Highlights geprägt. Über diese will euch euer Chrisi Kolumna im vollständigen Bodasurri-Faschings-Weekend-Report berichten, um euch einen tiefen Einblick hinter die Kulissen der Surris zu geben. So sich der Autor dieser sagenhaften Geschichte noch an alle Statements, Gerüchte, Un- und Halbwahrheiten, prekären Affären usw. erinnern kann, wird dieser die Leser vollends in seinen Bann ziehen - die Bodasurris (und schon gar nicht euer Chrisi Kolumna) übernehmen an dieser Stelle keinste Haftung für den Inhalt des Artikels. Ähnlichkeiten mit Personen (ob durch Namen oder Charakter der jeweils genannten Person) sind nicht beabsichtigt und rein zufälliger Natur.
Vorweg wollen wir euch Fans ein herzliches "Vergelts Gott" mit auf den Weg geben. Ihr seid ohne zu übertreiben, die besten Fans wo gibt!! ;-) Bis dann
Euer
Chrisi Kolumna
Walgauer Bodasurri on Tour – das ultimative Faschingswochenende
Die Langzeitstudie der Walgauer Bodasurri geht weiter! Abermals machte sich euer Chrisi Kolumna auf den Weg, um in die geheimnisvollen Mythen rund um die Bodasurris einzutauchen. Unerschrocken suchte er die natürlichen Lebensräume wie Faschingsbälle, Umzugs-Trecks, Schirmbars, Gemeindeplätze, Schipisten und jede noch so speckige Beiz auf, um den zahlreichen Anhängern der Bodasurri-Spezies neue Einblicke in deren Alltag zu gewähren.
Faschingsfreitag – die Spiele mögen beginnen
Das lang ersehnte Faschings-Wochenende war endlich da – um 17 Uhr traf man sich in der HS-Halle, um sich auf den Abend vorzubereiten. In der Halle waren noch einige fleißige Jungs & Mädels des Musikvereins zugange, um die letzten Vorbereitungen für den MUFA zu treffen. Unser Pipi Andy lud vor dem Action geladenen Abend noch auf eine „Runde Kline“ ein, um auf seinen Geburtstag anzustoßen *merci&congratzpipi*.
Gegen 20 Uhr ging es dann endlich los. Unser erster Auftritt führte uns ins schöne Dornbirn. Als Geburtstagsgeschenk zum 30er von seinem Schatz engagierte uns Matthias Bösch als Überraschungsgast, um unter den anwesenden Gästen für Partystimmung zu sorgen. Im obersten Stockwerk des Rathauses wollten wir hoch hinaus und gaben den anwesenden „Grünschnäbeln“ (die waren wirklich alle grün) ordentlich Stoff. Leider mussten wir uns relativ schnell wieder auf den Weg machen, da uns noch zwei Auftritte bevorstanden.
Ursprünglich waren wir zur Ladies Night im Eventhaus in Altach eingeladen, was insbesonders der männlichen Abordnung die Freudentränen in die Augen trieb. Jedoch hatten wir uns zu früh gefreut. Die Party war scheinbar nicht von einer Schar vogelwilder Hühner heimgesucht worden. Den Anblick der wenigen „Desperate Housewives of Downtown Altach“ wollte uns der Besitzer wohl ersparen und entsendete uns wie schon in den vergangenen Jahren in den Kiddo-Fummelbunker. Ausnahmsweise war das K-Shake nicht zum Bersten gefüllt, was auch der Stimmung nicht unbedingt zu Höhenflügen verhalf. Uns tangierte dies hingegen nur periphär, da wir unsere Geräte (=Instrumente) sofort nach dem letzten gespielten Ton einpacken mussten und uns zum Höhepunkt des Abend, dem Vereinsball im Sunnasaal Thüringerberg, aufmachten.
Unser Fahrer Filzi hatte an jenem Abend wohl den Bleifuss zu Hause vergessen und schleichte gemütlich den Berg hinauf. Die Autoinsassen Simi Seifenstein, Holy Chappy Himself und Chrisi Kolumna versuchten ihn auf dem Weg hinauf noch mit Anfeuerungsrufen zu motivieren. Aber auch div. Beleidigungen wie zB Chappy :“Mine Oma wär scho längst bi dr Tankstelle und tät a Kaffele trinka – nu, dia siaht und hört nüt meh!“, halfen alles nichts. Somit mussten wir uns damit begnügen, als letzte beim Sunnasaal einzutrudeln. Trotzdem danke fürs Fahra, Filzi!! ;-))
Im Sunnasaal angekommen, stellten wir fest, dass das Programm mit „Mr. Entertainer Fränki Potencia“ noch in vollem Gange war und so gesellten wir uns an die sehr großzügig angelegte Bar im Foyer (Anm. der Redaktion: bitte unbedingt beibehalten ;-). In der ganzen Euphorie vergaß der eine oder andere ganz auf den Treffpunkt um Halb 1 und so stellten Tozen, Tschüggi & Chrisi Kolumna mit Schrecken fest, dass der Rest der Truppe auf der Bühne bereits Aufstellung bezog. Zum Glück zog unser musikalisches Großhirn und Mulei Köfi den Einmarsch etwas länger und somit hatte auch das Trödel-Trio noch genug Zeit, um sich während des ersten Songs aufzustellen (merci Köfi ;-).
Die Stimmung war gelinde gesagt so „geil wia no nia“ – die Massen tobten! So holten auch wir beim letzten Gig des Abends nochmal alles aus uns heraus und brachten gemeinsam mit unseren Fans die Halle zum Kochen.
Nach dem Ausmarsch führte uns der erste Weg selbstverfreilich wieder in die Bar. Man gesellte sich an die Tränke in die Nähe von DJ Fuggi, um den schallenden Klängen zu lauschen (youtube sei Dank ;-). Gegen kurz nach 3 zog es auch euren Chrisi Kolumna nach Hause – natürlich musste er aber noch gemeinsam mit seinen Verbündeten Justy & Sutti auf einen Sprung ins HBDRe, um das „dezente Damarüschle“ zu präsentieren. Unbestätigten Gerüchten zufolge hielt es der eine oder andere Surri bis in die frühen Morgenstunden am Thüringerberg – sogar von Übernachtungen in fremden Gemächern war die Rede… an dieser Stelle hüllt der Autor aber den Mantel des Schweigens, denn unser Motto heißt nicht nur: „Amol Bodasurri, immer Bodasurri!“, sondern auch „What happens on tour, stays on tour!“
Noch eine Randnotiz und kleine Warnung für das „mutige“ Thüringerberger Trio, das unserem *Steckin-Reinhard* am frühen Morgen die Fäuste zeigte: „man trifft sich im Leben immer 2mal! ^^
Faschingssamstag – Heimspiel beim legendären MUFA - DAS Highlight
Das Heimspiel beim Musikantenfasching in der HS Halle war natürlich wieder das ultimative Highlight der Guggasaison. Untertags hatten wir noch Gelegenheit, uns für den Auftritt zu schonen, denn wir hatten lediglich am Vormittag ein kurzes Gastspiel auf dem Thüringer Dorfplatz. Schon um 9(!) Uhr beorderte uns Köfi ins GH Blumenegg, um für den Auftritt gerüstet zu sein. So mancher Surri war an jenem Morgen noch nicht ganz auf der Höhe, weil man sich wortwörtlich etwas zuviel „gehen ließ“. Jedoch brachte uns unser neues Mitglied Matthias „Chicken-Whisperer“ & „Obergrechter“ Burtscher wieder auf Vordermann. Zunächst gab es einen ausführlichen Sprachkurs in „Obergrechterisch“ – glücklicherweise fungierte Nesi als Dolmetscher, sonst hätten wir wohl alle nur Bahnhof verstanden. So manche Übersetzung (zb. „mine Schnacksla“ = „meine Freundin“) erweckten bei uns frenetische Lachanfälle der besonderen Art. Kurzzeitig kam unserem Nesi die Idee, den Chicken Whisperer ins Fernsehen zu bringen, um ihn als „DAS perfekte Fitnessgerät“ anzupreisen, da uns unsere Zwerchfeller schon dermaßen weh taten. Zitat Nesi: „Do könnan se abfahra mit ihrna „Abdominators“ und „Bauch-weg-Magic-Geräte!“
Außerdem präsentierte uns der Obergrechte das einzig wahre Original Walser Aspirin C, als er vor unseren Augen genüsslich eine Zitronenscheibe verschlang (mit Schale wohlgemerkt).
Um 11 hatten wir schließlich unseren Auftritt beim Dorfplatz – in zwei Etappen gaben wir einige unserer „Greatest Hits“ zum Besten. In der Pause dachte sich eine kleine Abordnung der Surris, dass das Karussel unbedingt noch eingeweiht werden müsste. So stürzten sich denn die drei unerschrockenen Helden (George, Davide & Kolumna Chrisi) ins Abenteuer. Die Tatsache, dass man für eine Fahrt 1,50 € hinblättern sollte, war uns dabei irgendwie entgangen – der Karusselbetreiber sah dies aber wohl als gute Werbung und erließ uns die Maut. Dass einem auch bei einem verhältnismäßig ruhigen Ritt schlecht werden kann, wurde mir leider erst während der Fahrt bewusst. Nach der Fahrt war man schlussendlich froh, wieder heil aus dem Monstergefährt aussteigen zu können. Im Überschwang vergaß euer Chrisi Kolumna leider auf ein kleines Detail, als er das Todes-Gefährt verließ. Zum zweiten Gig des Vormittags war nämlich plötzlich das Mundstück weg – einen Verdacht hatte der Kolumna Chrisi natürlich. Aber sicher – dat Dingens liegt im Auto unter dem Sitz.
Aber natürlich spielte unser musikalisches Großhirn in der Zwischenzeit kein Stückle an, sondern der halbe Dorfplatz vergnügte sich, obdessen euer Chrisi Kolumna das Ende der Fahrt abwarten musste…na ja, wer den Schaden hat, braucht für den Spot nicht zu sorgen!
Abends ging es schließlich mit der „Vorglühertruppe“ Martina, Doris, Kathi, Weinz und unseren heißen Steirer(wo)men auf den MUFA. Dort wurde erst mal die Corona-Bar standesgemäß eingeweiht. Schon dort machten uns die Hüttenwirte Nasi und Simi auf das absolute Kostüm-Highlight aufmerksam. Die Bodasurri-Stammesoberhäupter Bommel und Gert sowie Nesi sollen sich im weitesten Sinne als Exhibitionisten verkleidet haben – auf dies hin wurden wir natürlich hellhörig und begaben uns in die Halle. Im Bermuda-Dreieck traf man schließlich auf die 3 „Mädls“. Als sie schließlich ihre Mäntel öffneten und der, ich nenne ihn mal, Altweibersommer zum Vorschein kam, war es um uns geschehen – Brüste bis zum Bauchnabel und auf die Zustände in den unteren „Problemzonen“ möchte ich gar nicht erst im Detail eingehen – aber Daumen hoch für diese geile Idee, Jungs!
So kurz vor Mitternacht trafen wir uns schließlich in voller Montur im Foyer. Die Truppe von „xDream“ hat den Närrinnen und Narren in der Zwischenzeit schon gehörig Gas gegeben. Da wollten wir natürlich noch einen drauf setzen. Um Punkt 00:15 ging der wilde Tanz dann los. Die unglaubliche Stimme sorgte auch bei uns für Motivationsschübe und so holten wir auch wirklich das Letzte aus unseren Lungen und Armen heraus. Auch mit neuer Bühnenkluft waren wir nicht davor gefeit, während des Auftritts beinahe auszurinnen. Die Entscheidung mancher, in Unterwäsche zu spielen, erwies sich somit als sehr weise. ;-)
Um ca. 1 Uhr räumten wir wieder das Feld und widmeten uns wichtigeren Aufgaben am „runden Tisch“ (=Bar). An dieser Stelle wieder mal ein herzliches „Vergelts Gott“ an die Jungs & Mädels hinter der Bar – ihr wart wieder mal spitze! So ging es bei interessanten Gesprächen, supa Musi von unserem DJ und dem ein oder anderen Getränkle munter weiter bis in die frühen Morgenstunden…
Durchschnaufen beim Jöri Umzug in Bludenz
In gewohnter Tradition ging es am Faschingssonntag zum Umzug nach Bludenz, wo wir uns bei Kaiserwetter auf die Jörimeile begaben. Als Nummer 27 marschierten wir an „Good Old Riedmiller“ vorbei in Richtung Altstadt. Aber auch ein gemütlicher Spaziergang durch das alterwürdige Bludenz geht irgendwann zu Ende. So lösten wir bei der Remise noch unsere Bier- und Schüblingmärkle ein. Der Großteil verabschiedete sich aber danach in Richtung Heimat, um für die letzten beiden Tage fit zu sein. Ein paar Unsersättliche jedoch hielten es für angebracht, auch die Bludenzer Wirtschaft (in Jude’s Bar und bei den Bäralochschränzern) etwas ankurbeln zu müssen und die Fahnen der Bodassurris hochzuhalten. @ Mau, George, Reinhard etc: sollten sich noch erwähnenswerte Geschichten ergeben haben (und da bin ich mir ziemlich sicher), bitte melden ;-)
Zu erwähnen wäre zum Schluss noch unser unermüdliches Fan-Trio Heinrike, Angi & Kathi, die sogar nach den Aufräumarbeiten beim MUFA noch nach Bludenz kamen, um uns anzufeuern – danke Meigana!!
Eine Anekdote noch am Rande: unser Drummer Boy Davide versucht derzeit, als Straßenmusikant in der Bludenzer Musikszene Fuß zu fassen…für dieses Projekt wünschen wir dir viel Glück!! – einen Videobeweis hierzu wird es in Kürze zu bewundern geben.
Après Ski Stimmung in Faschina & Party total im Blumenegg
Am Rosenmontag besuchten wir schon traditionell unseren Sponsor Hilti. Zur Freude der Hilti-Schinder marschierten wir durch die gesamte Produktion und erheiterten die Arbeitsgemüter mit „sanften“ Musikklängen. Zur Mittagsstunde gab’s noch ein deftiges Mahl in der werkseigenen Kantine. Frisch gestärkt konnten wir uns nun auf den Weg nach Gais machen, um bei der Firma Vögel ebenfalls für gute Stimmung zu sorgen – ein herzliches Dankeschön an unsere Sponsoren für die langjährige und großzügige Unterstützung!
Bevor wir uns nun auf den Weg Richtung Faschina machten, deckten wir uns noch mit der einen oder anderen Hopfenkaltschale ein, um die beschwerliche Fahrt gut überstehen zu können. Für die nächsten beiden Tage hatten wir uns 3 Kleinbusse ausgeliehen, damit nicht so viele von uns hinters Steuer mussten. Nach den Eskapaden vom Vortag meldete sich euer Chrisi Kolumna wie schon im Vorjahr freiwillig als Fahrer – eine äußerst weise Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.
Oben angekommen begaben wir uns auch gleich auf den „Idiotenhügel“, um den Schigästen und –lehrern bei der Schirmbar mit ein paar heißen Rhythmen einzuheizen. Nach einem kurzen Abstecher ins Lari-Fari seilten wir uns am späteren Nachmittag wieder Richtung Tal ab.
Nun ging es endlich ins Blumenegg für die letzte Schandtat des Tages. Als sich die Bodasurri so nach einiger Zeit im GHBlumenegg umsahen, wähnte man sich schon etwas im falschen Film, als (fast) nur Damen reiferen Alters der Rosenmontags-Party beiwohnten. Auch das Gitarren-Quetschen-Duo entsprach nicht ganz den Ansprüchen einer echten Bodasurri-Sause. Diesem Treiben setzte unser Nasi aber ein jähes Ende, als er kurzerhand den Gitarren-Part übernahm. Kurz darauf durften auch wir uns nochmals in Schale werfen und das Blumenegg so richtig zum Beben bringen.
Mit einer „Casting-Show“ (mit den Juroren, dem Heiligen „ich wär so gern wie Dieter Bohlen“ Chappy und Detlef D. Nesi) und „Malen-nach-Zahlen-auf-die-Kellerbier-Schiefertafel“ vertrieb man sich danach ganz gut die Zeit – leider entsprach auch der Geschmack unserer DJane nicht ganz unseren Vorstellungen. Dies taten wir auch entsprechend kund, da wir doch recht ehrliche (manchmal zu ehrlich ;-) Zeitgenossen sind und mit unserer Meinung selten bis gar nicht hinter dem Berg halten.
Als sich nun unsere DJane kurz aufs „stille Örtchen“ verabschiedete, versuchte sich unser Davide kurzerhand als DJ. Dieser ambitionierte Vorstoß wurde jedoch schon im Keim erstickt, als die angebetete DJane zurückkam. „ussa mit diar vu do hinta! Du hosch jo ka Ahnung!“
Rappy übernahm im Anschluss einen zweiten Anlauf und schaffte es, dass „unsere“ CD zumindest teilweise abgespielt wurde. Mit Greatest Hits wie „Gottfried Stutz“, diversen AC-Klassikern und „Hey, das geht ab“ wurde das Blumenegg so richtig gerockt. Grande Finale war aber natürlich der absolute Hit der Saison – Die Ärzte, die „Die Allerschürfste“. Nun hielt es keinen Bodasurri mehr auf den Sitzen und das Tanzbein wurde auf den Tischen geschwungen. So unterzogen wir die Tische des Blumenegg dem ultimativen „Bodasurri-Belastungs-Test“, als jeweils drei Surris auf ihnen zum „Stampf-Intermezzo“ ansetzten.
So ließ es sich bis in die frühen Morgenstunden aushalten. Die ganz unermüdliche Truppe um Rappy, Chappy, Mau & Nesi wollte partout das Feld bis zum Morgengrauen nicht räumen, während unser Tschüggi und meine Wenigkeit schließlich gegen kurz vor 5 die Segel strichen. Da bereits um halb 8 wieder Tagwache im Habidere angesagt war, hieß es, die knappe Zeit gut zu nutzen – knappe 100 Minuten Schlaf, eine Heiß-Kalt-Dusche und ein Cuba Libre auf Ex waren im Fall des Autoren das Erfolgsrezept ;-).
An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich beim Bewirter-Team vom Blumenegg bedanken, die über die Faschingszeit hinweg sensationell für unser leibliches Wohl gesorgt haben! Ihr wart spitze!!
Auch unser Hüttenwirt Helmut hatte scheinbar eine Mordsgaudi mit uns. Anders kann euer Chrisi Kolumna sein Zitat vom Faschingsdienstag nicht deuten: „Wegat eu hon i ezz 2 Täg d Bude zua maha müasa - aber lässig wars!!“
Faschingszieschtig - Der Endspurt
Schon um 9:30 Uhr präsentierten wir uns in alter Frische bei der Mangold Bäckerei, um den letzten Faschingstag einzuläuten. Die versammelte Kindergartenmeute hatte einen Heidenspass mit uns und begleitete uns danach zu Fuß ins GEZ. Dort stießen dann auch die Volksschüler dazu und vor den versammelten laufenden Metern von Ludesch ließen wir einige stimmungsvolle Stückle vom Stapel. Zu lange konnten wir dort aber nicht verweilen, da bereits die Thüringer Kiddies inkl. Bürgermeister und Kriasistinker auf uns warteten.
Gegen Mittag ging es dann ab in Richtung Nüziders, wo uns wie schon im Vorjahr unser Geburtstagskind Anita V. aus N. schon mit dem 1-er Menü (Biarle u Leberhoka) erwartete – ein herzliches Vergelt’s Gott an dieser Stelle!
Frisch gestärkt fuhren wir dann weiter zum letzten Umzug nach Nüziders. Aufgrund der in den letzten Jahren aufgestellten Rekord-Zeiten beim Umzugs-Track liefen wir heuer im Anschluss an die Hauptsschülerschaft mit. Vor dem Umzug mussten sich der heilige Chappy und euer Chrisi Kolumna noch mit etwas „liquider Intelligenz“ versorgen. In der Bäckerei trafen wir auf Ordnungshüterin Sabine, die uns mit (fast) allem versorgte, was wir brauchten J.
Schon beinahe traditionell hatten die Nüziger mit dem Wetter bei ihrem Umzug eine „Todel-Sau“ und so wohnten dem Nüziger Umzug wahre Menschenmassen bei. Nach ca. einer Dreiviertelstunde war das Spektakel aber auch schon wieder vorbei. So marschierte die Meute zurück Richtung Kirchplatz, wo wir auf der Mauer die Mählbiara Hächlabeiträge musikalisch umrahmten. Leider mussten wir auch heuer den Nüziger Narren und –rinnen sehr früh den Rücken kehren, da noch unsere letzte Station im Habidere auf dem Programm stand – ein Abstecher bei unserer Bar-Lady Sabine durfte aber nicht fehlen!! A liabs Grüaßle & a fettes Merci vum Holy Chappy & Chrisi Kolumna! J
Im Habidere angekommen, stärkten wir uns erst mit einem Schnippo und mobilisierten nochmal die allerletzten Kräfte, um die Puppen nochmal so richtig tanzen zu lassen. Unsere Fans waren uns bis ganz zum Schluss sehr gewogen und feuerten uns dermaßen lautstark an, dass es einem fast die Krempe vom Kopf zog – ihr wart echt eine Macht!!!
An dieser Stelle auch noch mal einen Herzlichen Dank an Kiki und seine Crew für euren Einsatz!!
Um Punkt Mitternacht trugen wir schließlich mit großem Bedauern und in tiefer Trauer den Fasching zu Grabe. Nun ist die 5. Jahreszeit doch tatsächlich zu Ende - jedoch gibt es auch gute Neuigkeiten. Der Fasching wird im kommenden Jahr so lang, wie schon seit 13 Jahren nicht mehr. Somit können wir uns schon jetzt auf eine mindestens genauso ereignisreiche und spannende Saison einstellen wie diese.
Ab dem 11.11. heißt es dann wieder: Faster, Harder, Bodasurri!!!
So long
Euer
Chrisi Kolumna
21.2.2010 --- In Ludesch & Klösterle steppte der Bär – und die Bodasurris tanzten kräftig mit! Das Gemeindezentrum ließen wir anschließend mit gewohnt harmonischer Abendmusik erbeben und die Herzen der Ludescher Narren und –rinnen höher schlagen. Bis heute blieb unaufgeklärt, was ein Ludescher Tüfile uns ständig zujubelte – war es nun „Guggamusik, Guggamusik, hey hey hey!“ oder doch „Super Musik, Super Musik,…“ – die Meinungen gehen bis zum heutigen Tage auseinander.
Nach getaner Arbeit ergötzten wir uns an der eigens aufgestellten Räba-Bar und frönten den kulinarischen Ergüssen vom Töpfer Cafe – hauptsächlich flüssiger Herkunft versteht sich. Nach einiger Zeit zog es den einen oder anderen noch in Richtung Habidere – böse Zungen würden behaupten, um das „dezente Damen-Rüschle“ herzuzeigen. Wie unser wohl „unfreiwilliger“ (unfreiwillig deshalb, weil sich euer Chrisi Kolumna todesmutig mit einem beherzten Sprung dem armen Schalti vors Auto sprang) Chauffeur Schalti aber sicher bestätigen kann. So ließen wir den Abend gemütlich im kleinen Kreise ausklingen…
Am nächsten Tag traf man (und Frau) sich bereits um 11 Uhr Vormittags wieder, um sich auf die nächsten Schandtaten vorzubereiten. Den am Vorabend „Übriggebliebenen“ war die Erschöpfung noch etwas ins Gesicht geschrieben, aber mit einem „Reparatur-Seiterl“ war alles wieder vergessen.
Während der Vorabend noch einmal rekapituliert wurde, erwähnte unser Peter Janusch Jenni, dass er urplötzlich „musallee“ im Gemeindezentrum war und weit und breit kein Bodasurri mehr zu sehen war – und dies, obwohl er sich so sehr vorgenommen hatte, den Rasenden Reporter nicht aus den Augen zu lassen. Leider hatte er nicht damit gerechnet, dass auch der Kolumna Chrisi ein Meister des französischen Abgangs ist.
So erzählte Peter Natascha Janusch Jenni weiter von einer neuen Bekanntschaft und seinem Versuch, ein neues Mitglied anzuheuern. Es stellte sich heraus, dass die neue Bekanntschaft die Mutter des Anzuheuernden war… „Aber leider hot se net loh!“ meinte Peter Janusch Natascha An(g)us Jenni. Diese eindeutig zweideutige Bemerkung brachte ihm nicht nur den rühmlichen Titel des „Bodasurri-Scout“ ein, sondern legte auch die Taktik von „PJNAJ“ bloß – nämlich die, der Verführung der Anwärter-Mutter… somit war ihm auch der Titel „Mother-Fucker“ gewiss. Über letzteren freute sich unser „PJNAJBMF“ bisher jedoch weniger.
Um 14 Uhr ging es dann endlich los. Bei Kaiserwetter machten sich die rund 45 Gruppen auf den Weg rund um Ludesch. Der lange Marsch durchs Dorf zehrte insbesondere den Nachtschwärmern an den Kräften, jedoch tat die frische Luft sicherlich gut.
Nach etwas mehr als einer Stunde war der Umzug zu Ende – jedoch ging das närrische Treiben im GEZ munter weiter. Um Halb 4 traten wir dann nochmals auf, um auf dem prall gefüllten Gemeindeplatz nochmals für Partystimmung zu sorgen.
Um Halb 6 ging es dann mit dem Bus aber schon weiter nach Klösterle zum nächsten Gig. Zuvor jedoch lauschten wir noch den Klängen der Staaplattaflözer und Romplbötz, die ebenfalls ihr Programm zum Besten gaben.
So nach und nach begab man sich dann in Richtung Blumenegghalle, wo der Bus Richtung Klösterle auf uns wartete. Die Fa. Stoß mit Fahrer Peter erklärte sich bereit, uns mit einer kleinen Abordnung unserer Fan-Gemeinde nach mitzunehmen. Fast hätte man sich verkalkuliert, als der Peter mit dem ehemaligen Landbus daherkam, denn auch die Instrumente wollen erst mal im Bus verstaut sein – aber mit etwas Geduld und Spucke wurde auch dies routiniert gemeistert.
Die Fahrt ins schöne Klostertal erwies sich wieder mal als echtes Highlight – auch wenn die Wegzehrung mit einer Kiste Bier schon etwas mager ausfiel. Unser Obmann hatte wohl das Gefühl, dass der eine oder andere schon genug „getankt“ hatte. Nächstes Mal werden wir wohl unseren Tschigo MacGyver schicken (frei nach dem Motto: „liaber warms Biar als ger ka Biar!“).
Leider war unser letztjähriger Reiseleiter Weinz diesmal nicht verfügbar und so mussten wir uns halt selbst unterhalten – mit fröhlichem Gesang und Posaunen, die auf unseren armen Higgi einprasselten, verging die Fahrt jedoch wie im Flug ;-).
In Klösterle angekommen stellten einige fest, dass sie doch einen Pullover mehr mitnehmen hätten sollen, da es doch „an Tschopa kälter“ war. Auf dem Weg zur Kulturhalle erwarteten uns im Vergleich zum Vorjahr wahre Zuschauermassen, die uns vom Straßenrand lauthals unterstützten. Es muss wohl halb Klostertal eingeflogen worden sein, um eine solche Kulisse zu schaffen.
Nach dem munteren Marsch durch Klösterle und bevor unsere Instrumente endgültig einfroren, ging es dann ab in die Halle, wo die Romplbötz und die Staaplattaflözer aufgeigten, bevor endlich die Jungs vom Alpenstarkstrom antraten, um die Halle so richtig zum Kochen zu bringen. Von nun an war unser natürlicher Lebensraum auf die Tische und Bänke beschränkt und wir feuerten das tolle Trio aus dem Tiroler Land an, so gut es ging (stolze Bilanz: 3 gebrochene Tische und ein nicht ganz glücklicher Securitas ;-).
Gegen Halb 10 waren dann schließlich wir an der Reihe: nun hielt es keinen Faschingsnarren mehr auf seinen Sitzen. Die Halle stand absolut Kopf. Angetrieben von der frenetischen Meute brachten wir die Kulturhalle zum beben. Gegen Mitternacht hieß es schließlich Abschied nehmen und wir ließen den Abend wiederum gemächlich im Habidere ausklingen.
Wir freuen uns schon jetzt riesig auf das Faschingswochenende und hoffen natürlich auf lautstarke Unterstützung, sei es beim Musikball am Thüringerberg oder bei der Ladies Night im Götzner Eventhaus am Freitag, beim Musikantenfasching am Samstag oder auch bei den Umzügen in Bludenz und Nüziders!
Bis bald
Euer
Chrisi Kolumna
11.02.10
-------------------------------- Hallo Freunde der leichten Unterhaltung, in Kürze wird sich euer Chrisi Kolumna seiner 5 Sinne wieder bemächtigt haben und euch über den letzten Klatsch & Tratsch der Bodasurri informieren. Wie immer brandaktuell & knallhart nachgefragt... Einen ausführlichen Bericht wird es bis spätestens Morgen zum feuchtfröhlichen Heimspiel in Ludesch und dem kulturellen Seitensprung in Klösterle geben und es werden äußerst spannende Fragen beantwortet wie zum Beispiel: Stay tuned!! Euer Chrisi Kolumna
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